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Wochenschau #3 KW49 – WikiLeaks, Julian Assange, OpenLeaks und Chrome OS kommt.

 12. Dec 2010
Simon Nickel  
 

Die Angst vor den Terroristen scheint wie verflogen, da müssen neue Terroristen her! Julian Assange ist momentan der Mann, der diesen Job am besten zu übernehmen scheint, er bedroht die Demokratie! Wodurch? Ahja, genau, durch transparente Politik!

WikiLeaks

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Auch wenn über Wikileaks mit diesem Beitrag eigentlich genug gesagt ist, möchte ich noch eine wenig was anhängen. Zunächst eine Kleinigkeit, die die Sensationsgier der Medien zeigt: Es wurden nicht 250.000 Dokumente veröffentlich, es wurde 250.000 Dokumente geleakt und werden nach und nach veröffentlicht. Momentan sind es gerade einmal 1295. Damit ist die Argumentation, dass die Anzahl der Dokumente zu groß ist um ausgewertet zu werden und somit eine Gefahr darstellt, einfach mal hinfällig.
Ich denke, dass jeder Journalist, der die Veröffentlichung der Dokumente kritisiert, seinen eigenen Beruf kritisiert. Das Argument, dass die Dokumente falsch interpretiert werden könnten, ist damit gleich zu setzen, dass sie selbst ihren Job nicht machen. Es ist schließlich ihre Aufgabe diese Dokumente auszuwerten, jeder Journalist sollte sich darüber freuen eine vertrauenswürdige Quelle mit brisanten Informationen zu haben, ohne sich selbst um den Schutz dieser kümmern zu müssen.

Julian Assange

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In einem Bericht über WikiLeaks darf Julian Assange nicht fehlen, so sieht es zumindest in den Medien aus. Doch das Prinzip Wikileaks ist nicht mit Assange gleichzusetzen. Wikileaks ist eine Plattform zur anonymen Veröffentlichung von für nicht jeden zugänglichen Daten von Gesellschaftlichem und Politischem Nutzen. Assange ist nur eine Persönlichkeit, die mit Einsatz und ihrem Namen dafür kämpft. Leider wird das meist gleichgesetzt, die Kritik an WikiLeaks fußt meist auf einer Kritik an Assange. Dieses Problem hat im Innern von WikiLeaks auch Beachtung gefunden. Folgendes Projekt ist das Ergebnis:

Open Leaks

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Unser Ansatz ist, nur die elektronischen Briefkästen zur Verfügung zu stellen und sonst im Hintergrund zu bleiben. Der Fokus soll wieder auf den Inhalten liegen. Wir wollen sicherstellen, dass Dokumente möglichst einfach bei Partnern platziert werden können – seien es Medien, Gewerkschaften oder NGOs. Dabei werden nicht wir entscheiden, wer das Dokument für eine gewisse Zeit vorab bekommt, sondern die Quelle. Wenn dann zum Beispiel der Freitag das Material nicht verwertet, bekommen es andere zur Verfügung gestellt. Und wenn jemand etwas dazu veröffentlicht, geht der Datensatz für alle online.

Momentan wird an der Technik dahinter gearbeitet, um dann im Laufe der Woche Online zu gehen. Das Konzept WikiLeaks hat damit den Weg in die Öffentlichkeit geschafft und kann sich jetzt weiterentwickeln.

Google Chrome

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Englisch sprechende Inder sind immer lustig, deshalb hat Googles Keynote am Dienstag doppelt Spaß gemacht. Vorgestellt wurde Chrome OS. Das Konzept find ich ziemlich genial: Ein Betriebssystem für die Cloud, ohne unnützen Ballast. Ein Browser, mehr nicht. Mit einer wachsenden Zahl an Webapplikationen für viele bestimmt ausreichend, dazu gleich um einiges einfacher zu bedienen und sicherer. Das Video dazu ist auch sehenswert:

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