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Über die CES, Tablets und ihre Software.

 14. Jan 2011
Simon Nickel  
 

Für Fans der Hardware von Morgen hat dieses Jahr wie jedes mit der größten Elektronikmesse der Welt angefangen, der CES.
Alle Berichte über die CES haben eins gemeinsam: Tablets. Viele Tablets. Eine wirkliche Übersicht über alle Geräte mit vergleichen untereinander gibt es nur in Tabellen-Form: Als öffentliches Google Spreadsheet. Ebenso viele Informationen in Text und Videos verpackt lassen sich wie immer bei netbooknews.de finden. Wem das alles zu viel ist empfehle ich die meiner Meinung nach lesenswerteste Zusammenfassung von Carsten ‘@caschy’ Knobloch: “Mein CES 2011 Roundup”.

Neben Tablets ging es natürlich auch um 3D Fernsehen und Smartphones und diverse sonstige Trends, die mich momentan nicht interessieren. Doch neben der Hardware war für mich der eigentliche Kracher ein Stück Software, dazu später mehr.

Erstmal ein paar generelle Gedanken zu Tablets.

Das iPad ist ganz klar Marktführer, zum Teil weil es das einzige Gerät auf dem Markt war. Die anderen Gründe versuch ich im Folgenden herauszufinden.

Bisher hab ich 3 Tablets in der Hand halten können: iPad, Samsung Galaxy Tab und eins dessen Namen ich nicht weiß. Fangen wir hinten an. Ich schätze den Namen hab ich verdrängt, zurecht. Das wichtigste mir in Erinnerung gebliebene ist, dass ich Angst hatte ich würde es zerbrechen, das Display nicht gerade sehenswert war, vom Interface der Software darauf ganz zu schweigen. Das Samsung Galaxy Tab (Vorsicht Video und Flash und so) hat mir da um einiges besser gefallen. Mit 7” Display kleiner als das iPad liegt es sehr gut in der Hand und fühlt sich trotz Plastik Gehäuse hochwertig an. Das Format gefällt mir beinahe besser als das dagegen riesig wirkende iPad, aber da ist halt der Anwendungszweck entscheidend. Das Problem ist die Geschwindigkeit und teilweise das installierte Android 2.2. Wieso teilweise? Ganz einfach, weil ich mir nicht mehr sicher bin ob ich iOS für das überlegene System halte. Die Punkte für Design und Einfachheit gehen ganz klar ans iOS, beim Funktionsumfang kann es aber nur durch den AppStore punkten. Von der Funktionalität ohne zusätzlich installierte Apps ist Android klar überlegen: Menüzugriff ohne App zu schließen, richtiges Multitasking (?), Widgets auf dem Homescreen, Dateisystem (an die iPhone Besitzer: stellt ich vor ich könntet euer Telefon nutzen ohne iTunes!). Zum iPad ist an sich fast alles gesagt: fühlt sich hochwertig an ist aber ziemlich schwer und breit, Display ist ziemlich gut, sieht einfach toll aus, beim iOS bin ich mir nicht mehr so sicher.

Fazit.

Dieser Vergleich zeigt die meiner Meinung nach wichtigsten Argumente für solche Geräte. Zum einen: Das Anfühlen. Ich war überrascht, dass das Galaxy Tab in dieser Hinsicht so nah an das iPad herankommt. Die Geräte der CES hab ich natürlich leider noch nicht anfassen können, aber ich denke, dass einige Hersteller ebenfalls ein solch gut verarbeitetes Gerät produzieren können. Mit USB Anschluss, SD Karten Slot und anderen Features, die Apple nie einbauen wird, können sie sogar gut punkten. Egal ob 7” oder 10”, in Sachen Hardware ist Apple also nicht unschlagbar. Das zweite, für mich noch wichtigere Argument ist: Aussehen, Einfachheit und Umfang der Software. Auch wenn der Android Market inzwischen viele Apps hat, die schicken Apps des iPads sind um einiges überzeugender. Sie sehen cool aus, lassen sich super bedienen und funktionieren gut in der Werbung. Unter Android kann sich kaum einer etwas vorstellen, es fehlt ein einheitliches Bedienkonzept und Aussehen. Auch wenn das System an sich mehr Möglichkeiten bietet wird es ohne diese Punkte schwer an Apple vorbei zu kommen.

Aber es gibt doch nicht nur Android und iOS, was ist mit richtigen Betriebssystemen?

Zu einer Verschmelzung von OS X und iOS hab ich schonmal was geschrieben, das sieht aber nicht so aus als wäre das in naher Zukunft möglich. Also bleibt noch Windows 7 oder ein vollwertiges Linux. Windows 7 Tablets wurden leider vorgestellt, aber ohne eine Anpassung der Oberfläche ist das keine gute Idee. Über an Tablet angepasste Linuxe oder Meego und WebOS hab ich nicht allzu viel gehört und weiß ich nicht wirklich was da eine Chance hat. Wenn ihr da einen Favoriten habt teilt euer Wissen!

Aber generell denke ich, oder eher hoffe ich, dass vollwertige Betriebssysteme mit guten Bedienkonzepten ihren Weg auf Tablets schaffen werden. Aber das braucht noch ein wenig Zeit, die Geräte brauchen mehr Leistung und die Software sinnvolle Bedienkonzepte. Wenn es soweit ist könnte etwas in der Art das einzige Gerät sein was jeder von uns besitzen wird. Aber wie gesagt, die Software fehlt mir da noch.

Mein Highlight.

Also zurück zur CES. Wie gesagt gab es ein Highlight, das ich mir bis hierher aufgehoben hab. Eine neue Android Version: Android 3.0 Honeycomb. Extra für Tablets angepasst und mit einem relativ schicken Design und einigen neuen Funktionen. Am besten einfach das Video dazu angucken.
Bleibt abzuwarten wie das in freier Wildbahn aussehen wird und ob Google es schafft die bisherigen Probleme von Android zu vermeiden.

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