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Rechenmarathon.

 06. Nov 2011
Simon Nickel  
 

Der Titel passt eigentlich nicht zu dem folgenden Inhalt. Der hat zwar mit Fortbewegung durch die Beine, im weiteren Laufen genannt, in einem sportlichen Rahmen zu tun und beinhaltet ein paar Rechnungen. Aber das Wort Rechenmarathon ruft doch falsche Assoziationen hervor. Ich fand den Titel trotzdem passend.

Meine LaufstreckeEs geht hier nämlich nicht um einen Marathon, denn dieser ist genau 42,195 Kilometer lang, hier geht es nur um etwa ein Zehntel davon. Genau genommen 4,13 Kilometer, meine Laufrunde. Das ist ein Zufall. Ich denke nämlich nicht, dass sich die Göttinger Wald und Wiesen Begrenzungssetzer oder Waldbrückenbauer die Entfernung von meiner Haustür ausgemessen haben, zumal sie zu dem Zeitpunkt des Brückenbaus und der Waldweg Befestigung gar nicht wissen konnten, wo ich wohnen werde. Und wenn, dann hätten sie wohl die paar Meter für einen kompletten Zehntel Marathon auch noch dazu packen können.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt worum es geht, hoffentlich. Fangen wir also vorne an: Am 22.06.2008 lief eine Frau Namens Safria Fahanina Yayan in ihrem Heimatland Burundi eine Strecke von genau 5km, zumindest behaupteten dies die Wettkampf-Organisation und eine eventuell vorhandene Prüfungskomission. Sie brauchte für diese Strecke genau 23:51.32 und war damit die schnellste ihres Landes. Diese Zeit in Kombination mit der gelaufenen Strecke ergibt eine Zeit von 4,8 Minuten (4:48) pro Kilometer. Soweit zur Geschichte, kommen wir in die Gegenwart. Gestern hatte ich die hervorragende Idee mir sportlichen Ehrgeiz aufzuerlegen, indem ich mir vornahm die 4,13 km proportional schneller zu laufen als die schnellste Frau aus Burundi. Das macht somit eine Zeit von 19.824 Minuten, das sind 19 Minuten und 49 Sekunden. Ihr fragt euch, warum ich schneller sein will als die schnellste Frau aus Burundi? Die Antwort ist ganz einfach: Sie ist die langsamste aus dieser Liste aller nationalen 5000m Rekorde.

Aber das ist natürlich nur der Anfang, danach knack ich Haiti, die ehemaligen Niederlandischen Antillen, die Marshallinseln (MSH?), den Jemen, die Malediven und die Cookinseln.

Meinen Laufweg und Zeit tracke ich übrigens mit Runkeeper, wer da eine bessere Möglichkeit kennt sollte diese jetzt in den Raum werfen, oder für immer schweigen (zumindest zu diesem Thema und in meiner Anwesenheit). Meine durchschnittliche Zeit pro Kilometer liegt momentan zwischen 6:35 und 5:51, es ist also noch viel zu tun. Ich denke aber, dass das machbar ist – wenn ich mich nicht verrechnet habe bin ich früher in 12 min 3 km gelaufen, also 4 min pro km.

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Trackbacks

  1. [...] ist momentan Pause. Vielleicht erinnert sich noch ein an Frau Safria Fahanina Yayan und das Projekt “4,13 km proportional schneller zu laufen als die schnellste Frau aus Burundi”. Das musste auch eine kurze Pause erfahren. Erst war es Weihnachten, dann Matsch, dann Eis, dann [...]

Kommentare

  1. … und wenn du dann bei der 2-km-Marke die Kehrtwende läufst, kannst du auch gleich noch nen Abstecher nach Westen machen, mich besuchen und so die 5 Kilometer voll machen. Wünsche dir viel Spaß und Erfolg!

    1. Simon Nickel says:

      Da wohnst du also, bin da auch schonmal lang gelaufen, aber das ist ein Stück ordentlich Bergauf, das würde meiner Zeit nicht gut tun ;)