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Logbucheintrag 2

 30. May 2012
Lena Florian  
 

Nachdem ich im letzten Artikel meine ganze Kindheit dargelegt habe, folgt nun die Offenlegung der Gegenwart: Ich habe eine Entdeckung gemacht! Ich hatte es nun also endlich geschafft, mein Teleskop einigermaßen auszurichten und zu justieren. Am Sternenhimmel suchte ich mir als erstes Objekt einen sehr hellen Lichtpunkt, den ich hoffte, irgendwie mit dem Teleskop finden zu können. Das war gar nicht so einfach, ich stellte nämlich fest, dass die Justierung sich schon wieder verschoben hatte, also musste ich mit dem Fernrohr und der wirklich nicht sehr feinen Feinjustierung Ausschau halten.

Als ich den Stern dann endlich hatte, hatte der ein schwarzes Loch in der Mitte. Tja, bis Simon mich darauf hinwies, dass es bestimmt nicht schlecht sei mal scharf zu stellen, verstrichen so einige Minuten … Der Punkt schrumpfte also zusammen und erwies sich als ganz schön langgezogen. Ich wollte schon anfangen auf dieses blöde Teleskop zu schimpfen, als ich einen ziemlich punktigen Punkt am linken unteren Bildrand entdeckte. Messerscharf schloss ich: Der langgezogene Stern war gar kein Stern, sondern Saturn!!!! SATURN!!! Ich habe Saturn entdeckt! Ein Blick auf Simons iPhone bestätigte mich und meine alte Flamme war entbrannt! Leider bekam ich Saturn nicht so wirklich wieder rein. Wie gesagt, die Einstellung mit dem Teleskop ist wirklich schwierig, aber es war einfach toll.

Am nächsten Abend, habe ich mir dann den Mond vorgeknöpft. Der ging nämlich schon auf als es noch recht hell und klar war. Der Hammer! Ich fühle mich so als wäre ich persönlich auf dem Mond (und natürlich dem Saturn) gewesen – nur wenig übertrieben.

Es wurde klar: Ich möchte das weiter machen. Jede Nacht. Jupiter, Saturn, Oriongürtel, ALLES. Aber nicht mit dem Teleskop. Nach längerem Überlegen und einem Test mit Simons Kamera haben wir uns dafür entschieden, ein neues zu kaufen und zwar eins, mit dem Simon auch gleich gute Bilder von den Objekten schießen kann. Eine ausgiebige Internetrecherche folgte und heraus kam der Wunsch nach einem Refraktorteleskop mit ordentlicher Brennweite und Öffnung und einer guten Montierung. Schließlich hat Simon gestern Abend den Astromaster 90EQ von Celestron bestellt. Der hat eine Brennweite von 1000mm, 90mm Öffnung und eine parallaktische Montierung (die Justierung wird lustig, vielleicht hat ja jemand Lust mir Tipps zu geben – falls Florian Freistetter das hier liest …) UND dazu haben wir einen Adapter für Simons Canon gekauft. Ich bin ja schon so aufgeregt!

(Inzwischen ist es tatsächlich auch angekommen!)

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Kommentare

  1. Ich bin ja selbst “nur” theoretischer Astronom, hab mich als nur am Rande mit der Beobachtung und mehr mit Mathe beschäftigt. Was die Ausrichtung von Teleskopen angeht, bin ich selbst nur Laie ;)

    Aber trotzdem viel Spaß beim Beobachten! Es gibt jede Menge coole Sachen zu sehen am Himmel…

    1. Lena Florian says:

      Vielen Dank :) Ich habs am Freitag aufgebaut und werde jetzt, sobald das Wetter ein wenig mitspielt, die verschiedenen Justierungsarten, die in der Anleitung stehen durchprobieren.
      Ich berichte dann ;)