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 12. Mar 2012
Simon Nickel  
 

In ein paar Tagen kommt das neue iPad in die Stores und momentan kann man sich es schon vorbestellen. Wer das noch nicht gemacht hat ist sich bestimmt noch nicht sicher, welche Version er haben will. Oder will einfach kein iPad. Oder hat ein altes und nicht genug Geld für ein neues. So wie ich.

Bei der Wahl müssen 3 Entscheidungen getroffen werden:

  1. Schwarz oder Weiß?
  2. Wifi oder Wifi+3G?
  3. 16, 32 oder 64 GB?

Die Frage nach der Farbe ist leicht zu beantworten: Schwarz. Weiß sieht nach Plastik aus und der Kontrast zum Display stört. So einfach ist das.

Die Frage nach den Verbindungsmöglichkeiten hängt von der erwarteten Nutzung ab: Will man das iPad für zu Hause braucht man kein 3G (Ja, 3G und nicht 4G. In De wird das LTE nicht funktionieren, da Apple nur die US-Frequenzen eingebaut hat). Will man es auch unterwegs nutzen, könnten sich die 120€ Aufpreis vielleicht lohnen. Hat man allerdings sowieso ein Smartphone, halte ich das für stark überteuert. Das muss aber jeder für sich entscheiden, ich brauch das in meinem iPad nicht.

Die Entscheidung über die Größe des Speicherplatzes fällt da schon etwas schwerer. Renke Bruhn vom anycast Podcast (sollte man sich anhören) hat das während der Keynote über Twitter gefragt und auch später im Podcast nochmal angesprochen. Ich denke, er ist nicht der Einzige mit dieser Frage.

Ich habe ihm leichtfüßig geantwortet, dass 16 GB ja ausreichend sind. Für mich stimmt das aktuell. So allein im Raum stehend ist diese Aussage aber komplett unnütz. Deswegen führe ich das nochmal ein wenig aus.

Meine iPad Speicherplatzauslastung.

Meine aktuelle iPad Speicherauslastung

Wie man sieht, habe ich nicht wirklich viel Platz frei und der Hauptteil wird von Apps eingenommen. Obwohl ich erst letztens recht viele davon wieder runtergeschmissen habe. Am meisten Platz verbrauchen dabei Spiele. Fifa 12 belegt zum Beispiel 1,4 GB. Carcassone allerdings nur 178 MB. Von den 6,6 GB an Apps könnte ich bestimmt noch 1-2 weitere GB entsorgen.

Da mein Zeigefinger beim Kauf von Spielen ziemlich nervös ist, könnte ich die 16 GB locker nur mit Spielen füllen. So viel kann man allerdings eh nicht gleichzeitig spielen. Daher ist das ok, aber nicht optimal.

Die zweitgrößte Kategorie sind die Bücher. Wenn man die Größe eines Perry Rhodan Buches (gab es umsonst) von < 1 MB ansieht, scheint es so, als ob ich da echt eine Menge von hab. Das stimmt aber nicht. Fast die Hälfte der 2,4 GB werden von "Life on Earth" belegt. Das Vorzeigebuch der neuen iBooks mit vielen Videos und großen Bildern usw. verschlingt stolze 965 MB. Die 3 Ausgaben der Wired und ähnliches aus dem Zeitungskiosk mit insgesamt > 650 MB sorgen für den Rest.

Musik habe ich nur wenig auf dem iPad, genau wie Podcasts gehört sowas auf das iPhone. Die Fotos habe ich natürlich nicht mit dem iPad aufgenommen (merkste selbst, ne?) . Dank neuem iPhoto habe ich auch mal ein paar Fotos von meinem Rechner synchronisiert. Ich denke, das werden in Zukunft mehr. Die Bearbeitung auf dem iPad macht irgendwie Spaß.

Videos habe ich aktuell gar keine auf dem iPad. Keine Ahnung wann ich das letzte Mal unterwegs ein Video geguckt habe. Das dürfte bei vielen anders aussehen.

Fazit.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig dabei helfen, den eigenen Bedarf besser einzuschätzen. Allgemein kann man nicht eine optimale Größe empfehlen, das hängt stark von der eigenen Nutzung ab. Für mich dient es hauptsächlich als Internet- und Spielegerät und ich gucke damit keine Videos.

Kollege Arne wies eben völlig richtig darauf hin, dass deren Bildgrößen durch die Decke gehen werden, denn will man kein Wischiwaschi ausliefern, muss man mal eben doppelt soviele Pixel ausliefern, pro Seite.Nico Brünjes: Verdammt große Downloads

Beachten sollte man vielleicht auch, dass der Speicherbedarf für das neue iPad etwas höher ausfallen könnte. Durch die doppelte Auflösung des Displays wird an vielen Orten mehr Platz benötigt. Vorallem bei den Magazin-Apps, iBooks und Videos wird das ordentlich zu Buche schlagen.

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Kommentare

  1. Marc says:

    Naja, wenn man zuhause im WLan ist, reichen mir vielfach 16GB einfach aus. Denn für die meisten Apps, Bücher, Videos o.ä. ist meistens Platz. Und wenn doch etwas fehlt, dann kann man es relativ schnell herunterladen. Einzig Fotos nachzuladen fände ich sehr ärgerlich, wenn darauf der Schwerpunkt liegt, würde ich doch 32GB bevorzugen.

    1. Simon Nickel says:

      Ja, mein Schwerpunkt ist halt das Sofa und die Uni. Anders sollte das dementsprechend für Viel-Bahnfahrer aussehen, vorallem wenn sie dabei gerne Videos gucken.

      Das mit den Fotos ist so eine Sache, die sich bei mir in den nächsten Wochen noch genau einpendeln wird. Mal sehen ob das so viel mehr Platz verbrauchen wird.

  2. Ralf says:

    Habe jetzt den Sprung von vorher 16 auf 32 vollzogen. Grund: die Apps werden durch Retina unangenehm groß, und ich war die letzten Monate permanent nur noch am Löschen.
    Besonders unangenehm: “Andere” belegt bei Dir schon stolze 1.4GB, bei mir waren das hinterher über 6GB. Neu Aufsetzen hilft eine Weile, dann wächst es wider – das Internet istbratlos, angebrochene Syncvorgänge etc. sind im Verdacht. Aber bei mir haben zig verschiedene Tricks nicht geholfen.
    Jetzt ist erst mal Ruhe im Karton.

    1. Simon Nickel says:

      Ui, 6GB undefinierbarer Speicher ist natürlich doch irgendwie eine ganz andere Größenordnung. Kann mir vorstellen, dass da aber auch von Apps geladene Daten drunter fallen. Sind das Apps aus dem Zeitschriftending erkennt er das als Bücher. Bei anderen hat er vielleicht Probleme das zuzuordnen, zählt es aber nicht zu den Apps direkt. Ist das vielleicht eine mögliche Erklärung?

      1. rstockm says:

        Nicht wirklich – nach einem Restore sind alle Apps mit Content da, und kein oder nur minimal other Space belegt. Ich Wochentakt steigt es dann um 1GB.