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Freitag der 13.

 13. Jan 2012
Simon Nickel  
 

Eigentlich wollte ich diesen Tag verschweigen, nicht weil ich Angst vor Unglücken habe, sondern weil ich vor ein paar Tagen das hier gelesen habe:

Dinge, die uns spannend erscheinen, Ereignisse die wir als dramatisch empfinden bzw. die uns aus anderen Gründen beschäftigen, bleiben uns viel eher im Gedächtnis als der schnöde Alltag. Eine schwangere Frau sieht plötzlich überall Babys und kleine Kinder. Nicht, weil es auf einmal mehr davon gibt, sondern weil sie sich in ihren Gedanken intensiv mit dem Thema Kinder & Schwangerschaft beschäftigt und ihr daher alles, was damit zu tun hat, viel eher auffällt und viel stärker im Gedächtnis bleibt. Wer mit der Bahn fährt und mit 30 Minuten Verspätung am Bahnhof ankommt, denkt sich sicherlich “Typisch Bahn. Wie immer zu spät!”. Läuft aber alles glatt und kommt der Zug pünktlich an, verschwendet man keinen extra Gedanken an diese Situation. Im Gedächtnis bleiben nur die außergewöhnlichen Ereignissen.
⇒Bernhard Hoëcker und das Lob der Strichlisten


Also nicht den Sand in den Kopf stecken, sondern alles wieder auf normal stellen und weiter machen. Wenn was schief läuft liegt das nicht am Datum. Wer noch nicht überzeugt ist sollte vielleicht wirklich mal eine Strichliste führen, auch wenn das ein langwieriges Experiment ist. Es würde sich lohnen.

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